LINKS & MATERIAL

Eigene Publikationen

Neue Broschüre zu Rechtspopulismus in Hessen

In den letzten zwei Jahren hat sich das gesellschaftliche Klima spürbar geändert. Seit dem Anstieg von der Flüchtlingszahlen im Sommer 2015 sind nicht nur „Neue Nachbarn“ in viele Kommunen in Nord- und Osthessen angekommen. Die Flüchtlingsdebatte hat auch dazu geführt, dass sich neue Seiten an Nachbarn, Freunden und Verwandten gezeigt haben. Nicht immer nur positive. In Parlamenten sind neue Nachbarn eingezogen, mit denen etablierte Parteien umzugehen haben.

Die Broschüre gibt einen Einblick zum Thema Rechtspopulismus in der Region und steht hier zum Download bereit.

Broschüre zu Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft

Mit Antisemitismus im pädagogischen Alltag umzugehen ist eine Herausforderung. Vor allem die Verwobenheit verschiedener biographischer Hintergründe - ob mit oder ohne Migrationsgeschichte in der eigenen Familie - mit dem aktuellen politischen Zeitgeschehen sind ein in Deutschland relativ neues Phänomen.

Das Ziel dieser Handreichung ist es, sowohl über die Geschichte des Antisemitismus und seiner Ursachen zu berichten, als auch Handlungsmöglichkeiten im (pädagogischen) Alltag vorzustellen. Am Ende finden Sie Literaturtipps und Ansprechpartner*innen in Hessen. Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

Weitere Publikationen

Gemeinsame Grundsätze Mobiler Beratung

Mobile Berater*innen aus allen Bundesländern haben im Oktober 2017 ein Papier verabschiedet – Jetzt liegen diese Grundsätze in Form einer neuen Broschüre vor.

Beim Bundesweiten Strukturtreffen der Mobilen Beratungsteams im Oktober 2017 in Wustermark-Elstal haben Berater_innen aus allen Bundesländern ein gemeinsames Grundsatzpapier verabschiedet. Damit ging ein zweijähriger Verständigungsprozess zu Ende, in dem erstmals in der 25jährigen Geschichte Mobiler Beratung ein mit Beteiligung aus ganz Deutschland entwickeltes Papier vorliegt. Darin beschreiben die Mitglieder des Bundesverbands ihre inhaltlichen und methodischen Grundsätze, gehen auf ihre Geschichte und Kontexte ein, beschreiben Ziele und Zielgruppen sowie ihre konkreten Arbeitsweisen.

Das Papier wird von den Berater_innen auch als Zielformulierung verstanden – denn nicht in allen Bundesländern können aufgrund der gegebenen Strukturen und Ressourcen die beschriebenen Grundsätze auch umgesetzt werden. Gemeinsam mit den Teams in den Ländern wird der Bundesverband auf der Basis dieser Vereinbarungen nun weiter daran arbeiten, das Berufsfeld Mobile Beratung zu professionalisieren und an der Verbesserung der Rahmenbedingungen zu arbeiten.

Die Broschüre „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus. Inhaltliche und Methodische Grundsätze“ steht als PDF-Datei zum Download  bereit.

Netzwerk

beratungsnetzwerk-hessen.de
Das beratungsNetzwerk hessen - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus bietet seit 2007 ein umfangreiches Angebot an. Es werden Schulen, Eltern und Familienangehörige, Kommunen, Vereine und viele weitere Personengruppen beraten nach Vorkommnissen mit einem rechtsextremen, antisemitischen oder rassistischen Hintergrund.

response-hessen.de
Beratung für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt
ein Angebot der Bildungsstätte Anne Frank
Beratung, Unterstützung und Information
unabhängig, vertraulich und auf Wunsch anonym
solidarisch und empowernd
mobil, gut vernetzt und kostenfrei

sara-nussbaum-zentrum.de/informationsstelle/
Die Informationsstelle Antisemitismus Kassel dokumentiert antisemitische Übergriffe, Straftaten und Vorfälle im Raum Kassel.

rote-linie.net
Hessische Fachstelle für Erstansprache von rechtsaffinen Jugendlichen sowie Beratung und Unterstützung von Familienangehörigen mit sitz in Marburg.

hatebreach.net

Das Projekt #hatebreach der Kopiloten hat das Ziel, Hass im Internet zu begegnen. Mit diversen Angeboten rund um das Thema hate-speech.

bundesverband-mobile-beratung
Der Bundesverband Mobile Beratung e.V. vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die in ganz Deutschland Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus anbieten. Die Mitglieder verpflichten sich auf gemeinsam vereinbarte, verbindliche Standards.

 

 

Informationen

amadeu-antonio-stiftung.de
Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet.

Rechtesland.de

Eine interaktive Karte zu rechten Strukturen und Aktivitäten in Deutschland.

Dasversteckspiel.de
Seit Jahren ein Klassiker wenn es um Symbole, Codes und Erkennungszeichen der extremen Rechten geht. Das Versteckspiel bietet online wie auch oin der gedruckten Version umfassende Einblicke in die Welt rechtsextremer Lebenswelten.

hoaxmap.org
Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ist zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Asylsuchende in die Welt gesetzt und viral verbreitet werden. Von gewilderten Schwänen und geschändeten Gräbern - hier werden sie gesammelt - und widerlegt.

blog.dergoldenealuhut.de
Aufklärung und Hilfe im Umgang mit Verschwörungstheorien.

stark-gemacht.de/de/pressespiegel
Kostenlos beziehbarer, bundesweiter Pressespiegel mit Meldungen zum Thema Rechtsextremismus, Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung bzw. Gewalt gegen Minderheiten.

Belltower.news
Ehemals das bekannte Internetportal „Netz gegen Nazis“. Ein Umfangreicher Watchblog zu Themen gruppenbeuogener Menschenfeindlichkeit.

Bücher

Rechtspopulismus/Neue Rechte

  • Walter Ötsch, Nina Horaczek: Populismus für Anfänger - Anleitung zur Volksverführung Sehr gut geschrieben und wirklich hilfreich für Analyse und Entgegnung von rechtspopulistischen Argumentationsstrategien.Kimmel
  • Michael: Angry White Men – Die USA und ihre zornigen Männer. Bonn 2016 Gut und verständlich geschriebene Analyse über Männlichkeitsvorstellungen, die Krise des politischen Systems in den USA und die Empfindlichkeiten einer weißer Mittel- und Unterschichtschicht, die zur Wahl Donald Trumps geführt haben. Auch für deutsche Verhältnisse sehr anregend. Zu beziehen bei der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Johannes Hillje: Propaganda 4.0 - Wie rechte Populisten Politik machen. 2018 Hillje ist Politikberater (u.a. für die Die Grünen) und analysiert Kommunikationsstrategien europäischer Rechtsparteien und wie darauf reagiert werden kann. Sehr klug und spannend, gerade für Journalist_innen sehr zu empfehlen
  • Bednarz, Liane/Giesa, Christoph: Gefährliche Bürger – Die Neue Rechte greift nach der Mitte. München 2015 Die Neue Rechte: Strategien, Netzwerke und Diskurse. Gute Einführung mit Schwerpunkt auf christliche Milieus
  • Benzmann, Marcus/Correctiv.org: Schwarzbuch AfD: Fakten, Figuren, Hintergründe. Essen 2017 Im „Schwarzbuch AfD“ beleuchtet das Kollektiv der Journalist*innen von CORRECTIV im Wahljahr 2017 vor allem die Inhalte des Parteiprogramms unter die Lupe, ebenso werden die wichtigsten Köpfe innerhalb der Partei vorgestellt. Neben Schnittstellen und Brücken zu anderen rechten und rechtsextremen Organisationen beleuchtet das Buch ebenso in verständlich geschriebener Art und Weise die Bedeutung von Medien innerhalb der sogenannten Neuen Rechten. Das „Schwarzbuch AfD“ ist somit auch ein gut strukturiertes Nachschlagewerk im weiten Themenfeld, insbesondere durch seine Aktualität.
  • Weiß, Volker: Die autoritäre Revolte – Die Neue rechte und der Untergang des Abendlandes.Ein Historiker analysiert die Diskurse und Strategien der neuen rechten vor allem anhand der originalquellen (vor allem die sog. konservative Revolution der 20er Jahre, die der Neuen Rechten als Vorbild dienen). Sehr erhellend.
  • Speit, Andreas: Bürgerliche Scharfmacher – Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida. Zürich 2016.Guter Überblick über Themen, Strategien, Protagonist_innen , Stichwortgeber, Strömungen des Rechtspopulismus, inklusive Verbindungen in ein klar rechtsextremes Milieu
  • Wamper/Kellershohn/Dietzsch (Hg.): Rechte Diskurspiraterien – Strategien und Aneignung linker Codes, Symbole und Aktionsformen. Münster 2010. Der Titel beschreibt  den Inhalt des Sammelbandes sehr gut. Immer wieder verblüffend, wie wenig kreativ die Neue bzw. extreme Rechte ist, bzw. wie kreativ sich bei linken Diskursen bedient wird.
  • Per Leo, Maximilian Steinbeis, Daniel-Pascal Zorn: „Mit Rechten reden“. Ein Leitfaden. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2017 Das Buch scheint einen Nerv getroffen zu haben und löste vielbeachtete Debatten aus. Die Grundannahme, dass man „Rechte“ kraft des besseren Arguments öffentlich entzaubern könne, ist allerdings unter Anderem allein deswegen zu bezweifeln, weil diverse Akteure der sog. Neuen Rechten (was ein Schwerpunkt des Buches ist) schon öffentlich bekundet haben, an einem Dialog nicht interessiert zu sein bzw. den öffentlichen Diskurs sabotieren wollen. Trotzdem punktuell erhellend, wenn es etwa um die Analyse von Gesprächsstrategien geht.

 

NSU

  • Hajo Funke: Sicherheitsrisiko Verfassungsschutz. Staatsaffäre NSU: das V-Mann-Desaster und was daraus gelernt werden muss. 2017 Gute Zusammenfassung der offenen Fragen aus dem NSU-Komplex und bisher bekannten V-Leute Praxis der diversen Verfassungsschutzbehörden.

 

Argumentieren gegen Rechtsextremismus

  • Hufer, Klaus-Peter: Argumente am Stammtisch. Bundeszentrale für politische Bildung. 2006

    Der Klassiker sowohl für privaten als auch pädagogischen Gebrauch. Wie argumentiere ich sinnvoll gegen menschenfeindliche Parolen am Stammtisch, im Unterricht usw.

  • Feustel/Grochol/Prüwer/Reif (HG.): Wörtbuch des besorgten Bürgers. Mainz 2016. Zuweilen polemisch, aber an vielen Stellen durchaus erhellendes Buch über Begrifflichkeiten des Populismus, von Internetdiskussionen. Die Beiträge schwanken in ihrer Qualität, aber durchaus lesenswert.
  • Horczek/Wiese: Gegen Vorurteile – Wie du dich mit guten Argumenten gegen dumme Behauptungen wehrst. Wien 2015. Die gängigsten Stereotype, Vorurteile und populistischen Thesen werden nüchtern erklärt und mit Fakten begegnet. Wer so etwas sucht, ist hier richtig.