Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben

Pressemitteilung
18. Januar 2017

 

 

 

 

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) gibt zuweilen vor, die westliche Zivilisation und ihre Werte gegen „Eindringlinge“ zu verteidigen. Tatsächlich wird aus den Reihen der AfD die demokratische Kultur massiv angegriffen, zum Teil unter Einsatz eines Vokabulars, das vor dem Aufkommen dieser Partei jahrzehntelang von strammen Rechtsextremisten und Neonazis gepflegt wurde. "Die jüngste Rede des thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke ist ein weiterer Versuch, die nationalsozialistischen Verbrechen zu relativieren und die Verantwortung für eine menschenrechtsorientierte Politik, die sich zum Einsatz gegen jede Form von Antisemitismus bekennt, zu verneinen", sagt der Leiter der Informationsstelle Antisemitismus Kassel, Martin Sehmisch. Besonders vor dem Hintergrund der bisherigen Erfolge der AfD bei Kommunal- und Landtagswahlen und dem möglichen Einzug der Partei in den Deutschen Bundestag ruft dies bei uns große Besorgnis hervor.