Aktuelle Ereignisse in Hessen

Auch in Hessen sind, wenn auch nur sporadisch, einige Personen der selbsternannten Reichsbürger aktiv. Die Ansammlung von Waffen scheint dabei ein für diese Szene von besonderer Bedeutung. In der Gemeinde Großkrotzenburg nahe Hanau räumte die Polizei im Juli des vergangenen Jahres ein Waffenlager eines 55-jährigen Mannes, welcher mehrere Maschinengewehre und Munition in seinem Wohnhaus und Garage lagerte. (http://www.op-online.de/region/hanau/waffenlager-reichsbuerger-grosskrotzenburg-gefunden-5281266.html)

Im benachbarten nordrhein-westfälischen Landkreis Höxter sind seit einiger Zeit „Reichsbürger“ ebenso aktiv und rüsten auf. Eine Gruppe von Aktivist*Innen des „Freistaates PreußenProvinz Westfalen“ planten eine eigene Polizeigruppe aufzustellen und auch zu bewaffnen. Dabei versuchten sie, ein Maschinengewehr des Typs AK-47 aus Luxemburg zu importieren, was jedoch scheiterte und in einer großangelegten Razzia endete. (http://www.nw.de/lokal/kreis_hoexter/warburg/warburg/20410578_Razzia-gegen-Freistaat-Preussen.html)

Ein weiterer Fall aus Nordhessen zeigt die Diffusität aber auch Anknüfungsfähigkeit dieser Bewegung zu Parteien wie etwa der AfD. Der ursprünglich bei den hessischen Kommunalwahlen im März 2016 gewählte Axel von Baumbach verzichtete freiwillig auf sein Mandat im Rotenburger Kreistag, nachdem bekannt wurde, dass er in 2012 in der Bewegung der „Reichsbürger“ aktiv war. Von Baumbach war damals kommissarischer „Innenminister des Deutschen Reichs“, wovon er sich heute distanzieren möchte. (https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/rotenburg-fulda-ort305317/afd-abgeordneter-mitglied-dubioser-gruppe-6217444.html)